Fersensporn

Was ist ein Fersensporn?

Ein Fersensporn Plantarfaszitis) ist ein knöcherner Sporn an der sohlenwärts gerichteten Seite des Fersenbeines. Die Ursache für seine Entstehung ist eine entzündliche Reizung am Ansatz der Sohlensehne (Plantarfaszien-Tendinitis). Diese entzündliche Reizung ist auch primär der Grund für Schmerzen und nicht der Fersensporn selbst. Die Entwicklung des knöchernen Spornes ist meist nur das Ergebnis der Sehnenentzündung (Tendinitis).
Ursachen für die Entstehung eines Fersensporns sind zum Beispiel Übergewicht, zu hartes Schuhwerk, Überbelastung (häufiges, langes Stehen) oder eine Abflachung des Fußlängsgewölbes (Knicksenkfuß). Die Sohlensehne ist für die Ausprägung des Längsgewölbes des Fußes verantwortlich.

Wie erfolgt die Diagnose?

Starke Schmerzen, vorallem Druckschmerzen am Ansatz der Sohlensehne (Plantarfaszie) nach einer längeren (Über-)Belastung lassen auf einen Fersensporn schließen. Selten treten auch Schwellungen und Rötungen auf. Eine eindeutige Diagnose liefern schließlich Röntgenaufnahmen.

Was empfehlen wir:

Eine Behandlung sollte nur dann erfolgen, wenn Beschwerden bestehen. Wichtig ist, die Hauptursache zu finden und diese zu vermeiden. Bei Übergewicht sollte unbedingt Gewicht reduziert und bei zu hartem Schuhwerk auf weiches umgestellt werden.

Um die Fußfehlstellung – meist Knicksenkfuß – zu korrigieren und den entzündeten Fersenbereich zu entlasten, werden spezielle Einlagen mit einer längsstützenden Gewölbe-Erhöhung und einer Fersenweich-Bettung oder Locheinlagen verordnet.

Weiters können zur lokalen Therapie lokale Schmerzmittel (Infiltrationen) und Cortison eingesetzt werden. Infiltrationen werden auf Grund der Schmerzhaftigkeit seitlich und niemals auf der Sohle durchgeführt.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die extrakorporale Stoßwellentherapie, die in orthopädischen Zentren durchgeführt wird. Meist sind drei Sitzungen ausreichend, in denen die Ferse mit hochfrequenten Ultraschallwellen behandelt wird.

Eine operative Entfernung des Fersenspornes sollte nur sehr zurückhaltend angedacht werden. Denn die Ergebnis sind meist nicht sehr befriedigend. Die Entfernung des Knochenspornes kann offen erfolgen, und in manchen Zentren wird auch eine endoskopische Methode angewandt.

Die Therapie erstreckt sich über einen längeren Zeitraum und eine spürbare Besserung stellt sich erfahrungsgemäß erst nach acht bis zwölf Wochen ein. Leider ist eine schnellere Genesung nur selten zu erreichen, auch wenn man mehrere Therapiemaßnahmen gleichzeitig anwendet.

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