Arthrose im oberen Sprunggelenk

Was ist eine Arthrose im oberen Sprunggelenk?

Arthrosen im oberen Sprunggelenk (OSG) entstehen meist durch Verletzungen (posttraumatisch) oder seltener ohne erkennbarem Auslöser (idiopathisch). Außerdem treten die Beschwerden oft nach eitrigen Infektionen oder aufgrund einer rheumatoiden Arthritis auf.

Wie erfolgt die Diagnose?

Typische Symptome sind Schmerzen bei Belastung und Bewegungseinschränkung im oberen Sprunggelenk - häufig verbunden mit sichtbaren Schwellungen. Im Normalfall reichen Röntgenbilder für die Diagnose. Bei genauer Fragestellung kann auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) durchgeführt werden.

Was wir empfehlen:

Im Anfangsstadium erfolgt eine konservative Behandlung mit medikamentösen und physikalischen Maßnahmen wie Schuhzurichtungen, Einlagen, Pufferabsatz und eventuell auch Orthesenverordnungen.
Nur wenn diese Therapien nicht zum gewünschten Erfolg führen, wird eine Operation empfohlen und je nach knöchernem Ausgangszustand und Bedarf des Patienten individuell entschieden. Häufig wird eine Versteifung (Arthrodese) des oberen Sprunggelenkes durchgeführt. Hier wird das Gelenk mittels spezieller Kompressionsschrauben in der idealen Position versteift. Wenn auch das untere Sprunggelenk betroffen ist, wird eine Versteifung sowohl im oberen als auch unteren Sprunggelenk (Panarthrodese) durchgeführt. Diese Versorgung ist vor allem bei Patienten mit höherer Belastung und Ansprüchen nötig. Bei weniger zu erwartenden Belastungen besteht die Möglichkeit einer Sprunggelenks-Endoprothese gegeben. Der Vorteil dieser Endoprothese gegenüber einer Arthrodese ist die Beweglichkeit. Allerdings bietet sie eine geringere Stabilität und das Risiko eine weiteren Operation nach etwa zehn Jahren durchführen zu müssen, ist hoch.