Knie: Morbus Ahlbäck
Morbus Ahlbäck
Was versteht man unter dieser Erkrankung?
Morbus Ählbäck ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung des Kniegelenks, bei der es zu einer Durchblutungsstörung des Oberschenkelknochens (Femur) im Bereich des Kniegelenks kommt. Diese Osteonekrose (Knochennekrose) kann langfristig zu Knorpelschäden, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Die Diagnose erfolgt meist mittels MRT, um das Ausmaß der Knochennekrose genau zu bestimmen.
Patienten mit anhaltenden Knieschmerzen sollten frühzeitig einen Facharzt für Orthopädie aufsuchen, um eine exakte Diagnose und individuelle Therapieoptionen zu besprechen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit unseren Spezialisten, um Klarheit über Ihre Beschwerden zu erhalten.
Ursachen von Morbus Ahlbäck
Die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Risikofaktoren, die zur Entstehung einer Knochennekrose im Kniegelenk beitragen können:
- Durchblutungsstörungen: Eine reduzierte Blutzufuhr zum betroffenen Knochen kann zu Zellsterben und Gewebeschäden führen.
- Überlastung und Fehlbelastung: Wird das Kniegelenk übermäßig – etwa durch intensiven Sport oder schwere körperliche Arbeit – belastet, besteht ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen wie z.B. der Osteonekrose.
- Hormonelle Faktoren: Hormonelle Veränderungen, insbesondere bei Frauen nach der Menopause, werden als möglicher Auslöser von Morbus Ahlbäck diskutiert.
- Verletzungen und Unfälle: Patienten, die in der Vergangenheit Knieverletzungen oder Traumata erlitten haben, können eine beeinträchtigte Blutzirkulation im betroffenen Knochen entwickeln, was das Risiko für Morbus Ählbäck erhöht.
- Bestimmte Medikamente: Langfristige Kortisontherapie kann das Risiko für Knochennekrosen (Osteonekrose) erhöhen.
Morbus Ahlbäck Symptome – Wie macht sich Morbus Ählbäck bemerkbar?
Die Beschwerden entwickeln sich schleichend und verschlimmern sich meist über Monate:
- Kniegelenkschmerzen: Besonders belastungsabhängig, oft im inneren Kniebereich.
- Schwellungen: Das betroffene Knie kann anschwellen, insbesondere nach Belastung.
- Bewegungseinschränkungen: Schmerzen und ein instabiles Gefühl im Knie können die Mobilität einschränken.
- Druckempfindlichkeit: Druck auf das betroffene Knie kann schmerzhaft sein.
Falls Sie diese Symptome bemerken, sollten sie frühzeitig einen Facharzt für Orthopädie aufsuchen, um eine exakte Diagnose zu stellen und eine geeignete Therapie einzuleiten. Die frühzeitige Erkennung der Nekrose kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Morbus Ahlbäck Therapie und Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Morbus Ahlbäck hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Das Ziel ist, die Beschwerden im Knie zu lindern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Funktion des Kniegelenks zu erhalten.
Konservative Therapie
In den frühen Stadien kann die Erkrankung oft ohne Operation behandelt werden:
- Schonung und Entlastung: Reduzierung der Belastung des betroffenen Knies, z. B. durch Gehstützen.
- Schmerztherapie: Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten (NSAR) zur Schmerzlinderung.
- Physiotherapie: Speziell angepasste Übungen bei Morbus Ahlbäck zur Stärkung der Muskulatur und zur Entlastung des Kniegelenks.
- Orthopädische Hilfsmittel: Knieorthesen oder Bandagen können zur Stabilisierung beitragen.
- Stoßwellentherapie oder Magnetfeldtherapie: Diese Behandlungsformen können die Regeneration des Knochens unterstützen.
Kann Sport oder Physiotherapie helfen?
Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung. Patienten mit Morbus Ahlbäck profitieren von gezielten Übungen, die die Muskulatur um das Knie stärken und das Gelenk stabilisieren. Ein Facharzt für Orthopädie kann individuelle Übungspläne erstellen, um die bestmögliche Unterstützung für das betroffene Knie zu gewährleisten. Empfohlene Bewegungsformen sind:
- Wassergymnastik und Schwimmen: Schonend für die Gelenke.
- Radfahren: Geringe Belastung, aber förderlich für die Beweglichkeit.
- Moderates Krafttraining: Zur Stabilisierung des Kniegelenks.
Hochbelastende Sportarten wie Joggen oder Skifahren sollten jedoch vermieden werden, um das Knie nicht zusätzlich zu belasten. Welche Übungen bei Morbus Ahlbäck für Sie geeignet sind, beantworten wir Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Eine Operation wird nur in Erwägung gezogen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und die Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen fortschreiten. Operative Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
- Arthroskopische Entlastungseingriffe: Zur Druckentlastung und Anregung der Regeneration des betroffenen Knochens.
- Osteotomie: Eine Umstellungsosteotomie kann die Belastung im Kniegelenk neu verteilen.
- Teil- oder Vollprothese: Bei weit fortgeschrittenem Gelenkverschleiß kann ein Gelenkersatz notwendig sein.
Wichtig: Eine Operation wird bei uns im Gelenkzentrum immer erst als letzter Schritt in Erwägung gezogen. Die individuelle Therapie wird in enger Absprache mit Gelenkspezialist und Facharzt für Orthopädie Dr. Erdal Cetin abgesprochen.
Verdacht auf Morbus Ahlbäck – Erste Schritte auf Ihrem Weg der Erholung
Morbus Ahlbäck ist eine ernstzunehmende Erkrankung des Kniegelenks, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte. Die konservative Therapie steht im Vordergrund, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten. Operative Maßnahmen werden erst dann empfohlen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen.
Wenn Sie Fragen zu Ihrer individuellen Situation haben oder eine fundierte Diagnose mittels MRT benötigen, vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unserer orthopädischen Praxis. Unsere Experten helfen Ihnen weiter und begleiten Sie mit einer individuellen Therapie zur bestmöglichen Behandlung Ihrer Erkrankung.
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