Knie: Chrondromalacie-Patellae

Chrondromalacie-Patellae

Femoropatellares Schmerzsyndrom

Was ist Chondromalacia patellae?

Chondromalacia patellae beschreibt eine Schädigung des Knorpels an der Rückseite der Kniescheibe (Patella). Diese auch als Chondropathia patellae bekannte Erkrankung tritt im Kniegelenk auf, wo die Patella über den Oberschenkelknochen gleitet. Durch Überlastung, Fehlstellung oder muskuläre Dysbalancen wird der Knorpel aufgeraut oder abgenutzt – was zu starken Schmerzen im Knie führen kann.

Ursachen – warum es zur Chondromalacia kommt

Die Ursachen für Chondromalacia patellae sind vielfältig. Besonders häufig ist eine Fehlstellung der Kniescheibe, die zu einer ungleichmäßigen Belastung im Gelenk führt. Auch eine schwache Oberschenkelmuskulatur, falsche Bewegungsabläufe beim Sport oder ein direktes Trauma auf das Knie können die Erkrankung begünstigen. Jugendliche in Wachstumsphasen sowie sportlich aktive Erwachsene sind besonders oft betroffen.

Symptome – typische Anzeichen erkennen

Typische Symptome bei Chondromalacia patellae sind starke Schmerzen im Bereich der Kniescheibe, insbesondere beim Bergabgehen, Treppensteigen oder nach längerem Sitzen. Manche Patienten berichten zudem über Einklemmungsphänomene im Kniegelenk oder ein plötzliches Nachgeben des Knies, was als Zeichen einer funktionellen Instabilität gewertet wird. Auch Reibegeräusche („Krepitationen“) beim Bewegen des Gelenks sind möglich.

Untersuchung und Diagnose

Im Gelenkzentrum Wien führen wir eine präzise Untersuchung durch, um die genaue Ursache der Knieschmerzen zu identifizieren. Neben der klinischen Untersuchung nutzen wir bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen, um den Zustand von Knochen und Kniescheibe exakt zu beurteilen und Knorpelschäden (Chondropathia) auszuschließen. Die exakte Diagnose ist entscheidend für eine gezielte Therapie.

Konservative Behandlung – in den meisten Fällen ausreichend

Die konservative Behandlung ist bei Chondromalacia patellae in der überwiegenden Mehrheit der Fälle erfolgreich – eine Operation ist meist nicht notwendig. Ziel ist es, das Kniegelenk zu stabilisieren, die Belastung auf die Kniescheibe zu reduzieren und Schmerzen langfristig zu lindern.

Zu den bewährten Maßnahmen gehören:

  • gezielte Physiotherapie zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur

  • Korrektur von Fehlbelastungen durch Übungsanleitungen oder orthopädische Einlagen

  • entzündungshemmende Maßnahmen wie Kälteanwendungen

  • physikalische Therapien wie Iontophorese, Elektrotherapie oder Fango-Packungen, die die Durchblutung fördern und entzündliche Prozesse hemmen

  • medikamentöse Therapie mit antiphlogistischen und analgetischen Medikamenten zur Schmerzlinderung

  • Kinesio-Taping hat sich in den letzten Jahren als effektive unterstützende Methode beim femoro-patellaren Schmerzsyndrom etabliert hat

Unser erfahrenes Ärzteteam im Gelenkzentrum Wien entwickeln ein individuelles Therapiekonzept, das exakt auf Ihre Beschwerden und den Zustand Ihres Kniegelenks abgestimmt ist – häufig auch ganz ohne chirurgischen Eingriff.

Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen und verabschieden Sie sich von Ihren Schmerzen mit der Stoßwellentherapie, der Schmerztherapie oder der konservativen Schienentherapie – abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse.

Operative Behandlung – nur bei anhaltenden Beschwerden

Eine Operation am Knie wird nur dann in Erwägung gezogen, wenn konservative Maßnahmen über längere Zeit keine ausreichende Besserung der Schmerzen bringen oder die Knorpel Schädigung (Chondropathia) weiter fortschreitet. In solchen Fällen bieten wir minimalinvasive Eingriffe an, wie z. B. eine Arthroskopie zur Glättung des Knorpels oder eine Korrektur der Patellaführung. Auch hier steht der Gelenkerhalt im Vordergrund.

Vereinbaren Sie einen Termin mit Dr. Erdal Cetin, Leiter des Gelenkzentrums Wien und erfahrenen Facharzt für Orthopädie, oder treten Sie direkt mit uns in Kontakt, wenn Sie unter Knieschmerzen oder Beschwerden an der Kniescheibe leiden.