Hüftimpingement: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Was ist ein Hüftimpingement?

Ein Hüftimpingement ist eine mechanische Fehlstellung des Hüftgelenks, bei der es zu einem schmerzhaften Kontakt zwischen dem Oberschenkelkopf und der Hüftpfanne kommt. Dieser Engpass kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden und führt zu Bewegungseinschränkungen sowie Schmerzen in der Hüfte. Unbehandelt kann das Impingement Syndrom zu Knorpelschäden und langfristig zu Hüftarthrose führen.

Es gibt zwei Hauptformen des Hüftimpingements:

  • Cam Impingement: Hierbei liegt eine knöcherne Deformität am Oberschenkelkopf vor, die zu einer ungleichmäßigen Belastung des Gelenks führt.
  • Pincer Impingement: Diese Form entsteht durch eine übermäßige Überdachung der Hüftpfanne, wodurch das Hüftgelenk nicht mehr frei bewegt werden kann.

Oft treten beide Formen kombiniert auf, was zu einer verstärkten Abnutzung des Gelenkknorpels führt.

Hüftimpingement Symptome: Wann sollte eine Behandlung erfolgen?

Die Symptome eines Hüftimpingements entwickeln sich schleichend. Betroffene klagen häufig über Schmerzen in der Hüfte, die sich bei bestimmten Bewegungen oder nach sportlicher Aktivität verstärken. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

  • Leistenschmerzen, die bis ins Gesäß oder den Oberschenkel ausstrahlen
  • Schmerzen beim Sitzen, insbesondere auf niedrigen Stühlen oder beim Autofahren
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte, insbesondere bei Drehbewegungen
  • Blockadegefühle oder ein Knacken im Hüftgelenk

Eine frühzeitige Diagnose in einer spezialisierten Orthopädie-Klinik ist entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden und eine gezielte Therapie einzuleiten.

Hüftimpingement: Behandlung ohne Operation

In den meisten Fällen kann ein Hüftimpingement zunächst konservativ behandelt werden. Ziel der Therapie ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und eine Operation möglichst zu vermeiden. Bewährte Behandlungsansätze sind:

  • Physiotherapie mit speziellen Hüftimpingement-Übungen zur Kräftigung der Muskulatur
  • Schmerztherapie durch entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen
  • Anpassung der sportlichen Aktivitäten, um das Hüftgelenk zu entlasten
  • Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit durch gezieltes Stretching und Mobilisation

Regelmäßige Hüftimpingement-Übungen können helfen, die umliegende Muskulatur zu stabilisieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Besonders wichtig sind Kräftigungsübungen für die Hüftbeuger, das Gesäß und die Rumpfmuskulatur.

Hüftimpingement und Sport: Was ist erlaubt?

Viele Betroffene sind sportlich aktiv und fragen sich, welche Bewegungen das Hüftgelenk besonders belasten. Während Sportarten mit schnellen Richtungswechseln oder Sprüngen oft problematisch sind, gibt es gelenkschonende Alternativen:

  • Empfehlenswert: Schwimmen, Radfahren, gezieltes Krafttraining
  • Eher problematisch: Fußball, Tennis, Squash, Joggen auf hartem Untergrund
  • In Absprache mit einem Orthopäden können individuelle Anpassungen im Trainingsplan erfolgen

Ein gut abgestimmtes Bewegungsprogramm kann helfen, Impingement Schmerzen zu reduzieren und die Hüfte langfristig beweglich zu halten.

Minimalinvasive Operation: Hüftarthroskopie als Behandlungsmöglichkeit

Wenn konservative Therapien nicht ausreichen, kann eine minimalinvasive Operation helfen, das Hüftimpingement zu beheben. Bei einer Hüftarthroskopie werden störende Knochenanomalien am Oberschenkelkopf oder an der Hüftpfanne entfernt, um den Gelenkspalt zu erweitern und eine reibungslose Bewegung zu ermöglichen.

Eine besonders schonende Methode ist die AMIS-Technik, die den Zugang zum Hüftgelenk über natürliche Muskellücken ermöglicht. Diese Technik hat Vorteile wie:

  • Kürzere Rehabilitationszeit
  • Weniger Schmerzen nach der Operation
  • Schnellere Rückkehr zu Alltags- und Sportaktivitäten

In spezialisierten Orthopädie-Kliniken wird die minimalinvasive Hüftarthroskopie häufig zur Behandlung von Hüftimpingement-Patienten eingesetzt, um langfristige Schäden wie Hüftarthrose zu vermeiden.

Wann ist eine Beratung in der Klinik sinnvoll?

Wenn Hüftbeschwerden wie Schmerzen oder eingeschränkte Beweglichkeit länger anhalten, sollte eine orthopädische Untersuchung erfolgen. Durch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT kann festgestellt werden, ob ein Cam oder Pincer Impingement in der Hüfte vorliegt und welche Behandlung die beste Option ist. Eine frühzeitige Therapie kann helfen, Folgeschäden am Hüftgelenk zu vermeiden.

Haben Sie Fragen zu Ihren Beschwerden oder möchten einen Termin vereinbaren? Nehmen Sie Kontakt mit unserer Klinik für Orthopädie auf und lassen Sie sich individuell beraten.