Rotatorenmanschettenruptur

Was ist eine Rotatorenmanschettenruptur?

Die Rotatorenmanschette ist die gemeinsame Sehne von vier Muskeln im Musculus Subscapularis, Supraspinatus, Infraspinatus und Teres minor. Risse (Rupturen) treten meist aufgrund von Unfällen oder verschleißbedingt (degenerativ) bei schon verletzten oder ausgedehnten Sehen auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Wie erfolgt die Diagnose?

Bei einer frischen Rotatorenmanschettenruptur tritt ein heftiger Schmerz – oft kombiniert mit einem hörbaren Reißen oder Krachen – im Schulterbereich auf. Es kommt zu einem Bluterguss (Hämatom) und in seltenen Fällen zu einer Unbeweglichkeit der Schulter (Pseudoparalyse). Aufgrund des Risses fällt der Arm kraftlos nach unten und ist in seiner Beweglichkeit deutlich eingeschränkt, vor allem in der Rotation der Schulter.
Bei Rissen, die durch Abnützung entstanden sind (degenerativen Rupturen), treten chronische Schmerzen, Rassel- oder Knirschgeräuschen (Krepitation) auf. Im fortgeschrittenen Stadium versteift das Schultergelenk.

Bei einer Ruptur der Rotatorenmanschette wandert der Oberarmkopf aufgrund des fehlenden Widerlagers nach oben Richtung Schulterdach (Humeruskopf-Hochstand). Da auch der Schleimbeutel durch die Verletzung eingeklemmt wird, treten starke Schmerzen unter dem Schulterdach (subacromial).

Neben dem Röntgen wird vor allem die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Diagnose herangezogen - oft kombiniert mit einer Kontrastmittelgabe, damit die Rotatorenmanschettenruptur gut sichtbar wird. Auch die Ultraschalldiagnostik (Sonographie) ist in geübten Händen eine gute diagnostische Maßnahme.

Was wir empfehlen:

Bei einem kompletten Riss, der die gesamte Sehne betrifft (transmuralen Rupturen), werden Ruhigstellung, Kryotherapie (Kühlung) und Schmerzmedikamente verordnet. In weiterer Folge wird nach Abnahme der Orthese (Stützverband) eine ausgiebige Mobilisierung notwendig.
Nur wenn diese Maßnahmen nicht helfen, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden - abhängig von der beruflichen und sportlichen Aktivität sowie vom Leidensdruck des Patienten. Es erfolgt entweder eine arthroskopische oder offene Naht der Sehne entweder mit Verwendung von Knochenankern oder End-zu-End-Naht der Sehne ohne Anker. Bevorzugte Methode im Gelenkzentrum ist die arthroskopische, minimalinvasive Methode, da mit der neuesten Ankergeneration und modernsten Arthroskopiegeräten, eine solide Rekonstruktion der Sehnenruptur möglich ist.

Zur Nachbehandlung erfolgt – je nach Ausmaß der Verletzung und Operation – eine temporäre, kurzzeitige Ruhigstellung der Schulter. Um eine Schultersteife zu vermeiden, wird diese Ruhigstellung so kurz wie nur möglich gehalten und falls möglich sogar darauf verzichtet sowie Physiotherapie und Krankengymnastik empfohlen.





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