Schultergelenksabnützung

Was ist eine Schultergelenksabnützung?

Schultergelenksabnützungen sind häufig die Folge von traumatischen Verletzungen wie Ausrenkungen (Luxationen), Entzündungen und Knorpeldefekten (sekundäre Omarthrosen). Sogenannte primäre Omarthrosen, die keine erkennbaren Auslöser als Ursache haben, sind sehr selten.

Wie erfolgt die Diagnose?

Starke Schmerzen im Schultergelenk, Bewegungseinschränkungen, Reib-, Rassel- oder Knirschgeräuschen (Krepitationen) sowie zu Muskelverlust durch die schmerzbedingte Schonung des Schultergelenkes lassen auf eine Schultergelenksabnützung schließen.
Die Diagnose erfolgt relativ einfach über ein Röntgenbild der Schulter.

Was wir empfehlen:

Zunächst erfolgt eine konservative Therapie durch aktive und passive Heilgymnastik, anti-entzündliche Schmerzmittel sowie Infiltrationen.

Nur wenn diese Behandlungen nicht zum erwünschten Erfolg führen, kann zunächst eine arthroskopische Entlastung des Gelenks die Schmerzen lindern, d.h. Entfernung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach sowie von Knochenanlagerungen und abgeschilferten Knorpel.

Ist diese Therapie nicht mehr ausreichend, so wird ein endoprothesischer Ersatz der Schulter empfohlen. Bei intakter Rotatorenmanschette, wenn die muskuläre und bandhafte Führung der Schulter noch aufrecht ist, erfolgt der Ersatz mittels eine ungekoppelten Prothese. Ist die Rotatorenmanschette nicht mehr intakt, so wird auf eine gekoppelte (inverse) Prothese zurückgegriffen, um die fehlende Funktion der Rotatorenmanschette kompensieren zu können.

Nach der Operation raten wir wiederum zu Physiotherapie mit Muskelaufbau und aktiver und passiver Krankengymnastik.