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06.08.2015

Behandlung eines Fersensporns

Generell gilt: Ein Fersensporn sollte nur behandelt werden, wenn er auch Beschwerden verursacht.

Was versteht man unter einem Fersensporn?

Ein Fersensporn ist ein knöcherner Sporn an der sohlenwärts gerichteten Seite des Fersenbeines. Die Ursache für seine Entstehung ist eine Ansatz-Tendinitis der Plantarfaszie (Sohlensehne). Darunter versteht man eine entzündliche Reizung im Ansatz der Sohlensehne, die auch für die Ausprägung des Längsgewölbes des Fußes verantwortlich ist.

Man kann daher sagen, dass die Schmerzen an der Ferse primär nicht durch den Fersensporn ausgelöst werden, sondern durch die entzündliche Reizung der Sehne. Die Entwicklung des knöchernen Spornes ist meist nur ein Resultat der Tendinitis (Sehnenentzündung).
Ursachen, die die Entwicklung eines Fersensporns begünstigen, sind eine Abflachung des Fußlängsgewölbes – ein sogenannter Knicksenkfuß – sowie Übergewicht, hartes Schuhwerk und auch vermehrte Belastung durch stehende Berufe.

Wie wird ein Fersensporn diagnostiziert?

Die PatientInnen klagen meist nach längeren Belastungen über starke Schmerzen im Fersenbereich. Selten treten auch Schwellungen und Rötungen in diesem Bereich auf. Bei der klinischen Untersuchung zeigt sich ein umschriebener Druckschmerz am Ansatz der Plantarfaszie. Durch Fersenbeinröntgen-Aufnahmen kann die klinische Diagnose radiologisch bestätigt werden.

Therapie des Fersensporn

Eine Therapie sollte nur erfolgen, wenn auch Beschwerden bestehen. Denn eine radiologische Diagnose allein rechtfertigt nicht ein therapeutisches Vorgehen. Ist Übergewicht die Hauptursache, sollte das Gewicht reduziert werden. Rühren die Schmerzen von zu hartem Schuhwerk, sollte auf weiches umgestellt werden. Weitere Ursachen und Behandlungsmethoden finden Sie im Fachbeitrag zum Thema Fersensporn des Facharztes für Orthopädie, Dr. Erdal Cetin.


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