Meniskusverletzungen

Was ist eine Meniskusverletzungen?

Im Kniegelenk befinden sich zwei, halbmondförmige Menisci, jeweils im inneren und äusseren Gelenksspalt. Sie dienen zum Ausgleich der Inkongruenz (= nicht völlige Übereinstimmung der Kontaktflächen) zwischen dem Oberschenkel sowie dem Unterschenkel und haben daneben, aufgrund ihrer Struktur aus gallertartigem (= kollagenem) Gewebe, einen Puffereffekt, der Stoßbelastungen gut abfangen kann.

Meniskusverletzungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen, wobei der Innenmeniskus öfter betroffen ist als der Außenmeniskus. Die meisten Verletzungen entstehen aufgrund von Vorschädigungen im Meniskusgewebe und seltener aus primär traumatischen Ereignissen. Aber nicht nur Sportler sind betroffen: Im Laufe des Lebens wird nämlich die Struktur des Meniskus immer spröder und verliert an Elastizität. Dadurch ist er anfälliger für Rissbildungen, auch bei relativ geringen Belastungen.

Die häufigste Ursache für direkt traumatische Meniskusrisse sind im Rahmen der sportlichen Betätigung – vor allem "Stop and Go"-Sportarten wie Tennis, Fußball, aber auch Skisport. Hierbei können Kombinationsbewegungen, wie Drehung und Beugung, bei gleichzeitigem erhöhtem Druck zu einer Verletzung des Meniskus führen. Daher ist prophylaktisch eine gut entwickelte Oberschenkelmuskulatur von Nutzen, die die großen Belastungsspitzen auf das Kniegelenk beim Sport auffangen kann und damit das Risiko eines Risses minimiert.

Was wir empfehlen:

Je nach Form des Risses unterscheidet man Horizontalrisse, radiäre Risse, Korbhenkelrisse und weitere, eher seltenere Sonderformen. Dem Facharzt für Orthopädie stehen, je nach Art der Risse oder Verletzungen unterschiedliche Operationsmethoden bzw. Behandlungsformen zur Verfügung. Die Auswahl der Methoden erfordert eine Abklärung des genauen Verletzungsbildes.



Videos von operativen Behandlungsmethoden durch den Orthopäden:

partialmeniscectomy

meniscalcinch