Tendovaginitis stenosans de Quervain

Was ist die Tendovaginitis stenosans de Quervain?

Durch chronische Überbelastung kommt es daumenseitig zu einer Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk. Dabei werden die Sehnen des Daumenheranziehers (Musculus adductor pollicis) und des kurzen Daumenstreckers (Musculus extensor pollicis brevis) im Kanal, den die Sehnen durchlaufen, eingeengt. Besonders häufig betroffen sind Frauen nach der Menopause. Erstmals beschrieben wurde diese Erkrankung vom Schweizer Chirurgen de Quervain.

Wie erfolgt die Diagnose?

Betroffene leiden unter schmerzhaften Einklemmungsgefühlen und Druckschmerzen auf der Daumenseite des Handgelenks. Charakteristisch sind außerdem knirschende Geräusche im Sehnenverlauf. Zur Diagnose wird der Finkelstein-Test herangezogen: Der Daumen wird in die Faust eingeschlagen und das Handgelenk Richtung kleiner Finger (ellenwärts) bewegt (Ulna-Adduktion). Bei einer Tendovaginitis stenosans de Quervain verursacht diese Bewegung Schmerzen auf der Daumenseite des Handgelenks.

Was wir empfehlen:

Zuerst werden die Beschwerden mit konservativen Therapien, d.h. mit Schienen und lokaler Verabreichung von Corticosteroiden behandelt. Nur wenn diese Therapien nicht ausreichend helfen, wird eine operative Spaltung des Sehnenfaches vorgenommen. Nach der Operation wird für zwei Wochen eine Fingerschiene getragen.