Lunatumnekrose

Was ist eine Lunatumnekrose?

Bei der Lunatumnekrose, auch Morbus Kienböck, Mondbeintod oder Lunatummalazie genannt, kommt es zum Zerfall des Mondbein-Knochens (os lunatum) ohne Beteiligung von Erregern (aseptische Nekrose). Ursache für dieses Leiden ist höchstwahrscheinlich eine Durchblutungsstörung des Handwurzelknochens, die entstehen kann, wenn die Hände häufig stark abgewinkelt werden (dorsal flektiertes Handgelenk). Ein weitere Ursache könnte eine Verkürzung der Elle am unteren Ende sein (distale Ulna, Minusvariante). Die Lunatumnekrose betrifft vor allem Menschen, die schwere Handarbeiten verrichten.

Wie erfolgt die Diagnose?

Betroffene klagen über Symptome wie Handschmerzen - vor allem Druckschmerzen auf dem Handgelenk, Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen. Im Frühstadium ist einer Computertomographie nötig. Im Spätstadium sind die Auswirkungen auch im Röntgenbild ersichtlich. Daher wird die Erkrankung oft erst sehr spät erkannt.

Was wir empfehlen:

Diese in Stadien verlaufende Erkrankung sollte zunächst konservativ mit einer Ruhigstellung durch eine Schiene behandelt werden. Allerdings können auch schon in frühen Stadien Operationen sinnvoll sein - etwa eine Verlängerung der Elle bei Minusvariante bzw. Verkürzung der Speiche (Radius). Zusätzlich kann eine Pisiformis-Plastik durchgeführt werden, bei der das Erbsenbein (os pisiformis) ins Mondbein verpflanzt wird. In späteren Stadien wird der zerstörte Knochen mit Hilfe einer Resektionsarthroplastik entfernt und durch Silikoninterponat ersetzt. Nur bei schweren Fällen wird eine Gelenkversteifung (Arthrodese) des Handgelenks notwendig. Nach der Operation erhält der Patient frü 6 Wochen einen Unterarmgips. Ab der 5. postoperativen Woche sind passive ergotherapeutische Maßnahmen möglich, ab der 6. Woche werden auch aktive Übungen durchgeführt.