Morbus Köhler I

Was ist Morbus Köhler I?

Darunter versteht man eine Wachstumsstörung ohne Beteiligung von Erregern (aseptische Osteochondrose) des Kahnbeins (Os naviculare) auf der Innenseite des Fußes. Dabei wird der Knochenknorpel während der Wachstumsphase nicht in Knochenmasse umgewandelt, sondern bildet immer mehr Knorpelmasse.
Die Ursachen für diese Erkrankung sind nicht gänzlich geklärt, jedoch werden Blutgefäßstörungen (Vaskulationsstörungen) vermutet.

Wie erfolgt die Diagnose?

Diese in verschiedenen Stadien ablaufende Erkrankung führt zu starken Fußschmerzen im Bereich des Innenrandes und tritt vor allem in jungen Lebensjahren auf.
Im weiteren Verlauf kommt es durch die Minderdurchblutung zum Erweichen und Schmelzen (Zusammensinterung) des Kahnbeins.

Was empfehlen wir:

Im Anfangsstadien kann eine Infusionstherapie (mit dem Wirkstoff Iloprost) die Durchblutung verbessern, eventuell kombiniert mit Anbohrung des Knochens. Im Kindesalter werden Einlagen empfohlen. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung folgenlos aus.


Morbus Köhler II

Was ist das?

Vor allem Mädchen sind von dieser Form der aseptischen Osteochondrose der Mittelfußköpfchen II, III. oder IV. betroffen. Die Erkrankungsursache ist ebenfalls unbekannt und der Verlauf ähnlich dem Morbus Köhler I.

Wie erfolgt die Diagnose?

Die Erkrankung tritt meist während der Pubertät auf und ist relativ symptomarm.

Was wir empfehlen:

Als Therapie der ersten Wahl eignen sich Einlagen mit Quergewölbestützung (retrokapitaler Stütze). Alternativ kann auch hier eine Anbohrung des Knochens sowie bei Erwachsenen eine Infusionstherapie (mit dem Wirkstoff Iloprost) zur Durchblutungsförderung durchgeführt werden.