Hammerzehen und Krallenzehen

Was sind Hammerzehen?

Besteht eine fixierte Beugung des Zehenendgelenks bei gestrecktem Grundgelenk, so wird dies als Hammerzehe bezeichnet, da die Zehenstellung an einen Hammer erinnert. Eine Überstreckung im Grundgelenk bei gebeugten Mittel- und Endgelenken, lässt die Zehe wie eine Kralle aussehen. Die Krallenzehe, oder auch Klauenzehe genannt, erreicht beim normalen Auftreten des Fußes nicht den Boden.

Wie erfolgt die Diagnose?

Diese Veränderungen, die oft in Zusammenhang mit einem Spreizfuß oder Ballenhohlfuß stehen, aber auch durch enges Schuhwerk begünstigt werden, verursacht schmerzhafte Hornhautschwielen (Hühneraugen, Clavi).

Was wir empfehlen:

Neben lokalen Behandlungen der Hornhautschwielen (Clavustherapie) und der Fehlstellung (Redression) werden Hammer- und Krallenzehen operativ behandelt. Hier wird eine Resektions-Interpositions-Arthroplastik nach Hohmann durchgeführt, wobei das Köpfchen des Zehegrundglieds (Grundphalanx) entfernt (reseziert) und anschließend die Zehe mit Hilfe eines Kunstgelenks (Arthroplastik) wieder richtig positioniert wird.
Alternativ kann auch eine Gelenkversteifung (Arthrodese) in diesem Bereich mittels Kirschnerdraht durchgeführt werden.

Die Nachbehandlung erfolgt mittels Zügelungsverband und Spezialschuh mit harter Brandsohle für zwei Wochen.

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